Institut für Philosophie

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Postfach 4469
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Wichtige Mitteilungen:

Philosophie UOS: Hochschulinformationstag (HIT) am 19.11.2020

9-10 Uhr Informationsveranstaltung des Instituts
11-12 Uhr Informationsveranstaltung der Fachschaft Philosophie
13-14 Uhr Informationsveranstaltung des Instituts

Besuchen Sie unsere Info-Veranstaltungen unter folgendem link:
https://webconf.uni-osnabrueck.de/b/cha-ei9-1hv
Zugangscode: 908379

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Corona-bedingte Einschränkungen

Das Sekretariat des Instituts für Philosophie ist aufgrund der aktuellen Situation vorerst nur per eMail erreichbar. Bitte richten Sie Ihr Anliegen an mschultz@uni-osnabrueck.de

Für alle dringenden Anfragen in Sachen Prüfungsangelegenheiten ist nach wie vor das Prüfungsamt zuständig. Sie erreichen Frau Šišić unter pruefamtphi@uni-osnabrueck.de

Die Universitätsgebäude sind bis auf weiteres für Studierende geschlossen. Der Fachschaftsraum kann daher derzeit nicht genutzt werden.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation erhalten Studierende über die FAQ-Seite der Universität sowie durch die Rundmails der Universitätsleitung.

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Nachruf Prof. Dr. Martin Lang

Das Fach Philosophie verabschiedet sich von seinem ehemaligen Kollegen Martin Lang, der am 17. Juni 2020 verstorben ist. Er wirkte als Sprachwissenschaftler und Philosoph über viele Jahrzehnte an der Universität Osnabrück. Durch das Studium der Linguistik und Mathematik erwarb er die Voraussetzungen dafür, Sprachphilosophie sowohl nach formalen Kriterien als auch nach dem Alltagssprachgebrauch zu analysieren. Mit seiner Dissertation zu Wittgensteins „Philosophischer Grammatik“ (Den Haag 1971) erwarb er einen fachphilosophischen Studienabschluss. 

Der damalige Fachbereich „Kommunikation und Ästhetik“ der Universität Osnabrück gewann ihn 1974 für eine Professur im Bereich Allgemeine Sprachwissenschaft, zusätzlich mit einem Deputat in den Studiengängen der Philosophie. Später widmete er sein gesamtes Lehrangebot der Philosophie – mit Schwerpunkten in der Philosophiegeschichte, der Semantik und der Ideologiekritik.

Martin Lang analysierte die Wissenschaftsentwicklung der Linguistik und Semantik im 19. Jahrhundert, besonders deren Missbrauch für „völkerpsychologische“ Ansätze, welche den Kolonialismus und den Ethnozentrismus unterstützten. Davon zeugen seine zweibändigen Aufsatzsammlungen „Sprachtheorie und Philosophie“ (1977). 

Er verfolgte mit Rückgriff auf semiologische Forschungen vor allem die Kontroversen um den französischen Strukturalismus in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. In ausführlichen werkbiographischen Studien ging er vor allem den Theorieentwicklungen bei Michel Foucault und Jean-Paul Sartre nach („Die Sprache der Vernunft“, 2 Bde., 1984).

Martin Lang sprach mit seinem Lehrangebot vor allem Studierende der Philosophie in Kombination mit sprachwissenschaftlichen Disziplinen an. Stets kritisierte er ein zu enges Begriffsverständnis der akademischen Philosophie mit deren Anspruch auf eindeutige (und insofern „einseitige“) Definitionen. Damit schulte er seine Hörer*innen in der kritischen Analyse von Texten der Sprach- und Sozialwissenschaften.

Martin Lang starb 12 Jahre nach seiner Pensionierung an den Folgen einer schweren Krankheit. Er bleibt seinen damaligen Kollegen und Studierenden durch seinen originellen Umgang mit Theoriekontroversen in lebendiger Erinnerung.

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In Zeiten wir diesen ist es nicht immer leicht, zuversichtlich zu bleiben, und es verlangt uns einiges ab, das einzig Richtige zu tun. Vielleicht hilft Ihnen ein Satz des französischen Philosophen Blaise Pascal, wenn Ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt:

"Alles Unglück der Menschen kommt davon her, daß sie nicht verstehn sich ruhig in einer Stube zu halten."
(Blaise Pascal, Gedanken über die Religion, 1670, 1. Teil, 7. Abschnitt)

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Philosophie ist eine Tätigkeit der Vernunft. Sie beinhaltete die systematische, methodengeleitete Suche nach gut begründeten Antworten auf grundlegende Fragen des Denkens und Handelns. Philosophieren kann man nur lernen, indem man es tut – am besten gemeinsam mit anderen. Das Philosophiestudium in Osnabrück bietet Ihnen die Möglichkeit, in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen und historischen Texten der Philosophie Ihre eigenen Überzeugungen kritisch zu reflektieren, präzise zu formulieren und eine begründete Position in der sachlichen Diskussion mit anderen zu entwickeln. Sie werden mit klassischen philosophischen Theorien und Argumenten vertraut gemacht und in der Anwendung philosophischer Methoden geschult.